25 Jahre Rastede Gospel Choir

https://rasteder-rundschau.de
URL zum Beitrag: https://rasteder-rundschau.de/2019/05/07/gereift-und-ganz-schoen-jung-geblieben/
Copyright © 2015 Rasteder Rundschau. All rights reserved.

Oh happy Day: Das Jubiläumskonzert wurde zu einem vielbeklatschten Gemeinschaftserlebnis | Foto: Weller

vom 7. Mai 2019Kunst und Kultur

Gereift und ganz schön jung geblieben

Der Rastede Gospel Choir feiert 25-jähriges Bestehen mit großem Jubiläumskonzert. Musikalische Vielfalt begeistert das Publikum.

Von Rolf Weller

„Danke für 25 Jahre Gospel in Rastede“: Unter diesem Motto stand das große Jubiläumskonzert des Rastede Gospel Choir in der nahezu voll besetzten St.-Ulrichs-Kirche. Doch nicht erst mit einer der Interpretationen zum Schluss des umjubelten Konzerts, dem bekannten ABBA-Song „Thank you for the music“, wurde das breite musikalische Repertoire des Chors deutlich. Stellvertretend dankte Dirigentin Monika Remmert dem Publikum, das den Sängerinnen und Sängern so lange Jahre die Treue gehalten hat, und betonte: „Wir sind auch nach 25 Jahren ganz schön jung geblieben!“

Nach einem kleinen musikalischen Rückblick aus der Zeit der „Holy Night Singers“, wie der Chor in seiner Anfangsphase hieß, mit bekannten und beliebten Gospels wie „I will follow him“ und „Oh happy Day“, aber auch dem Popsong „California Dreamin´“, schlossen sich einige afrikanische Gospels wie zum Beispiel „Nzamuranza“, gesungen auf Suaheli, an. Monika Remmert: „Die afrikanischen Rhythmen machen selbst uns Norddeutsche mobil.“ Die Lebensfreude, die sowohl die Lieder als auch der Chor selbst ausstrahlen, und der Funke der Herzlichkeit sprangen schnell auf das Publikum über. Es wurde viel geklatscht und hin und wieder auch mitgesungen. Auch zum Mittanzen fühlten sich die Besucher animiert.

Das Traditional „Over my head“ sangen alle gemeinsam. Während draußen winterliche Kälte in den Frühling eingezogen war, wurde es so manchem in der Kirche warm ums Herz.

Der Rastede Gospel Choir präsentierte im Verlauf des Konzerts eine große Bandbreite an musikalischen Stilrichtungen ‑ vom Gospel über Reggae bis hin zu Pop und Rock. Begleitet wurde der Chor, der auch mit einigen gekonnten Solo-Darbietungen überzeugen konnte, von Holger Trempeck-Wilken am Piano und von Thomas Kämpfer an der Gitarre.

Nach dem Konzert ließen die Chormitglieder zusammen mit vielen Besuchern den erlebnisreichen Abend bei einem kleinen Umtrunk im Gemeindehaus ausklingen. Aus der musikalischen Reise durch Stile und Kontinente war das geworden, was viele erwartet und erhofft hatten: ein herzliches Gemeinschaftserlebnis.

Gesang Rastede: Rasteder Chöre beim Sängerfest gut gestimmt

Quelle: Gesang Rastede: Rasteder Chöre beim Sängerfest gut gestimmt

RASTEDE International ging es am Sonntag beim 68. Gemeindesängerfest in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Rastede her. Beim afrikanischen Lied „Amezaliwa“ vom Rastede Gospel Choir musste Chorleiterin Friederike Thiel allerdings zugeben, dass nicht alle Sänger wüssten, was sie da singen. „Aber alle wissen, dass es sinngemäß um die Geburt Jesu und um seine Verdienste geht“, sagte sie zum Publikum.

Alle Chöre hatten einige neue und moderne Lieder einstudiert. Die „Ballade vom Löwenzahn“, vorgetragen vom Gemischten Chor Nethen, erzählt die Geschichte vom reisenden Löwenzahn, der sich zur Pusteblume wandelt und sich kräftige Löwenzähne wünscht.

Bürgermeister Dieter von Essen überbrachte lobte das Engagement der Sänger. „Wir sind eine musikalische Gemeinde“, sagte er. Es sei aber schwer, das bisher aufgebaute Potenzial an eindrucksvoller Chormusik fortzusetzen. Vor allem bei den jungen Leuten im Saal warb er deshalb dafür, sich für die Chormusik zu interessieren. Dem schloss sich auch Pfarrer Friedrich Henoch an: „Musik hat eine Zukunft und stärkt die Gemeinschaft.“

Einen kraftvollen Einstieg in den Nachmittag gab der Männergesangverein Rastede. 20 Baritone, Bässe und Tenöre standen auf der Bühne und sangen von Freundschaften, die sich rund um die Welt ergeben und bleiben. „Es zieht unser Lied in die Welt“, war nur ein Lied aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Oliver Ried ist der Chorleiter, der am Bechstein-Flügel begleitete.

Ohne Nordseewellen geht in unserer Region natürlich gar nichts. Auch wenn es noch ein paar Kilometer bis zur Nordseeküste sind, der Jadebusen liegt quasi vor der Tür. Mit der „Nordseemelodie“ in plattdeutscher Sprache eroberten die „Plattsingers van’n Möhlenhoff“ schnell die Herzen in der vollbesetzten Aula.

Beim Gesangverein Neusüdende hielten sich die Männerstimmen unterdessen etwas in den Hintergrund. Dadurch kamen die melodischen Töne der Frauen schön zum Ausdruck. Besonders eindrucksvoll war dann ein gemeinsamer Auftritt des „Rastede Gospel Choir“ mit dem Männergesangverein Rastede. Sie forderten das Publikum auf, einzustimmen in „Wohl auf in Gottes schöne Welt“ und in die „Irischen Segenswünsche“.

 

25 Jahre Gospelchor in Rastede

Worte zum Jubiläum – 25 Jahre Rastede Gospel Choir

„Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.“

Der genannte Vers befindet sich ziemlich am Anfang des 34. Psalms, aus dem die diesjährige Jahreslosung entnommen ist. Vielfach sind die beiden verknüpften Sätze, so wie sie dort stehen, vertont worden. Alle, die in Kirchenchören singen,  kennen sie als Kanon, Motette oder in einer zeitgenössischen Komposition. Ebenso könnten diese Worte das Motto sein, unter welchem ein großer Teil unserer Lieder und Songs steht. Halleluja – wie oft und vielgestaltig hat es der Rastede Gospel Choir schon gesungen.  Gospels sind eine wunderbare Form des Gotteslobs. Wichtig ist uns auch, dass die meisten unserer Auftritte Benefizkonzerte sind, deren Spendenerlöse einem guten Zweck dienen. In Vers 15 des 34. Psalms heißt es: „Lass ab vom Bösen und tue Gutes …“ So versuchen wir  unseren Teil dazu beizutragen.  Wir schwören mit unserem Gesang auf die große Kraft der Musik, die sich im Zusammenhang mit den Texten entfaltet und uns alle verbindet im Wunsch nach Zusammengehörigkeit und Frieden „…Suche Frieden und jage ihm nach!“ Wer nun den Psalm weiterliest, stellt fest, dass Zuversicht und Hoffnung darin stecken. Diese an unsere Zuhörer  weiterzugeben ist uns wichtig.

Seit mittlerweile fünfundzwanzig Jahren gibt es uns als Gospelchor der Kirchengemeinde. 1994 wurde ich seine Chorleiterin, habe es keine Sekunde bereut. Im Gegenteil:  Es macht mir noch immer Freude zu sehen, wie wir gemeinsam wachsen und uns weiterentwickeln! Und wenn ich einmal hundemüde von meinem Arbeitsplatz direkt zur Probe hetze, dauert es keine zehn Minuten und die Aktiverholung wirkt, ich fühle mich aufgehoben und erquickt,.

Singen macht Spaß und lässt eine muntere Gemeinschaft zusammenwachsen – eine Gemeinschaft, die auch stets gern neue Sängerinnen und Sänger in ihre Mitte aufnehmen möchte. Jeder Gemeinschaft tut solch eine „Erfrischung“ gut! Schauen Sie sich am besten einmal unsere Internetseite an:  www.rastede-gospel-choir.de

Am 3. Mai 2019 um 19.00 Uhr werden wir, der Rastede Gospel Choir, unser Jubiläumskonzert in der St.-Ulrichs-Kirche in Rastede geben. Seien Sie dazu herzlich eingeladen! Wir werden das Publikum auf eine musikalische Zeitreise mitnehmen. Lieder sowohl aus den Anfängen und den Folgejahren – als wir noch „Holy Night Singers“ hießen – als auch aus unserem jetzigen Repertoire und neu einstudierte Stücke werden teilweise a-capella und mit Begleitung (Holger Trempeck-Wilken am Piano und Thomas Kämpfer an der Gitarre) zu hören sein. Auch die Techniker der Jugendgruppe alive stehen uns wieder unterstützend zur Seite. Dafür sei allen bereits an dieser Stelle ein großes Dankeschön gesagt!

Monika Remmert, Chorleiterin

Karneval im Rheinland | chrismon

Quelle: Karneval im Rheinland | chrismon

Karneval im Rheinland

Alaaf, Helau und Amen
Entwurf für den Düsseldorfer Toleranz-WagenUlrich Erker-Sonnabend

Vorstellung des Toleranz-Wagens der Religionen im Düseldorfer Karneval, Dr. Dalinc Dereköy (Vorsitzender, Kreis der Düsseldorfer Muslime), Pfarrer Dr. Martin Fricke (Synodalassessor, Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf), Jacques Tilly (Wagenbauer), Michael Szentei-Heise (Geschäftsführer, Jüdische Gemeinde Düsseldorf)

Juden, Christen und Muslime zeigen Toleranz im Düsseldorfer Rosenmontagszug. Leider nicht in Köln .

Helau! In Düsseldorf rollt zum ersten Mal ein “Toleranzwagen” im Rosenmontagszug. Mit einer evangelischen Pfarrerin aus Pappmaché, einem Rabbi mit schwarzem Hut, einem katholischen Priester und einem Imam, alle mit roter Pappnase. Kamelle halal? Düsseldorfer Altbier in Strömen? Wurde alles rheinisch-fix gelöst. “Die Muslime bekommen keinen Alkohol! Dann bleibt für die anderen auf dem Wagen mehr übrig”, sagt der Chef der jüdischen Gemeinde, der auch die Idee zu dem Wagen hatte.

URSULA OTT

Guter Mann! Gute Idee! Hätte auch dem Kölner Zoch gut angestanden. Denn in Köln war es, wo 1922 der erste jüdische Karnevalsverein gegründet wurde. Und schon 1923 wieder verboten. Die Kölner Jecken haben ihre braune Geschichte aufgearbeitet, “Alaaf unterm Hakenkreuz” hieß eine viel beachtete Ausstellung. Aber 2019 einen Toleranzwagen bauen – das schafft leider nur das verhasste Düsseldorf. “Kurzfristig nicht in Köln umsetzbar”, bedauert das Festkomitee Kölner Karneval. Religionsgemeinschaften würden nur “zu ganz besonderen Anlässen” eingeladen zum Rosenmontagszug, als Beispiel nennt der Zugleiter “175 Jahre Kölner Männergesangverein”. Das habe man langfristig geplant und mit “allen Institutionen besprochen”.

Schade. Das mit dem Verbieten hat ja damals auch schnell geklappt. Und für die Planung 2020 schon mal ein Tipp: Das Thema Toleranz bleibt topaktuell. Alaaf!

 

Rastede Gospel Choir möchte sich verstärken

Wir suchen Verstärkung; Männer und Frauen jeden Alters in allen Stimmlagen. Wir bieten eine gute Gemeinschaft, tolle Konzerte, gemeinsame Unternehmungen. Wir proben jeden Donnerstag (außer in Schulferien) von 19:30 bis 21:30 Uhr im Gemeindehaus der St.-Ulrichs-Kirche.
Für weitere Infos schaut Euch auf unserer Webseite um oder ruft an bei der angegebenen Handy-Nummer

Aktion Gospel für eine gerechtere Welt

Quelle: Aktion Gospel für eine gerechtere Welt

Wir L(I)EBEN GOSPEL

Wer aus tiefstem Herzen „I will follow him“ oder „Amazing Grace” singt, verbreitet die Gute Nachricht von der Liebe Gottes. Doch wir alle wissen, Taten sagen mehr als Liedtexte! Mit der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ setzen hunderte Gospelchöre ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung. Initiiert wurde die Aktion 2010 auf dem Gospelkirchentag in Karlsruhe. Bei Benefizaktionen, wie der Gospelnight, informieren tausende SängerInnen in ganz Deutschland ihr Publikum über Armut, Ausbeutung und Klimaschutz und sammeln Spenden für Entwicklungsprojekte von Brot für die Welt.

Wir alle kennen diese Bilder: Hungernde Kinder, Armut, Hoffnungslosigkeit. Fast jeder siebte Mensch hungert, 45 Millionen Menschen leben als Sklaven. Und das heute! Wir können in den Weltraum fliegen und Betroffenheit reicht nicht: Die Frage ist doch: Was kann ich tun, um die Welt zu verändern, um die Lebensbedingungen für die Ärmsten zu verbessern?

Als Konsumenten, als Wähler und als SängerInnen haben wir Einflussmöglichkeiten. Denn: wir sind viele: 100.000 singen in deutschen Gospelchören. Millionen Menschen besuchen jedes Jahr Gospelkonzerte. Wenn das keine Chance ist!

Gospel ist die gesungene Gute Nachricht von der Liebe Gottes in Jesus Christus. Er sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 25). Mit der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ setzen wir unsere Begabungen und Mittel ein, um diesen Auftrag zu erfüllen.

„Gospel für eine gerechtere Welt“ ist eine bundesweite Aktion von Brot für die Welt und der Stiftung Creative Kirchen. Unterstützt wird die Aktion von den Versicherern im Raum der Kirchen.